
Die besten Turnerinnen und Turner der Seniorenklassen (ab AK 30) aus ganz Deutschland trafen sich am 30. und 31. Mai 2026 in der EPG-Arena Koblenz (Rheinland-Pfalz), um ihre Deutschen Meister im Gerätturnen zu ermitteln. Die Turnerinnen und Turner sächsischer Vereine stellten ihr Leistungsvermögen mit sechs Medaillen und vielen guten Platzierungen auch diesmal eindrucksvoll unter Beweis. Nicht alle, die sich zuvor bei den Landes-Seniorenmeisterschaften für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert hatten, machten von ihrem Startrecht Gebrauch. Deshalb waren in diesem Jahr unter den 158 Frauen und 113 Männern aus ganz Deutschland nur je neun Männer und Frauen aus Sachsen am Start.
Veranstalter der Titelkämpfe war wie immer der Deutsche Turner-Bund (DTB), die engagierte Ausrichtung übernahm der TuS Niederberg.
Männer:
In den Männer-Altersklassen 30-34, 34-39, 40-44, 45-49 sowie AK 60-64 gab es in diesem Jahr keine sächsischen Vertreter. Andreas Winkler vom ATV 1848 Hainichen war der jüngste Seniorenturner des Sächsischen Turn-Verbandes (STV). Er erreichte in seiner Altersklasse AK 50 Platz 7.
In der AK 65 starteten Uwe Schmalfuß vom TV Markkleeberg von 1871 (Platz 9) und Volkmar Gütersloh vom USV TU Dresden (Platz 10).
Wolfram Mainer, USG Chemnitz, turnte einen nahezu optimalen Wettkampf und holte sich die Silbermedaille in der AK 70-74. Vor einem Jahr verfehlte er hauchdünn (mit 0,05 Punkten Rückstand) den 2. Platz. In diesem Jahr fehlten ihm nur 0,15 Punkte zum Titelgewinn. Frank Thomas vom USV TU Dresden erreichte in der gleichen Altersklasse Platz 7.
In der AK 75-79 gelang es dem Deutschen Meister 2025 – Norbert Flenker, USV TU Dresden – leider nicht, seinen Titel zu verteidigen. Über seine Bronzemedaille freute er sich dennoch sehr. Mit dem „undankbaren“ 4. Platz turnte sich Günther Kunze von der USG Chemnitz ganz dicht an einen Podestplatz in dieser Altersklasse heran.
Die Konkurrenz in der Altersklasse 80+ war mit 10 Startern stärker besetzt als viele jüngere Altersklassen. Heiner Güldenring vom USV TU Dresden erreichte durch seine stabile Wettkampfleistungen eine Bronzemedaille. Jörg Sommerschuh vom SV Grün-Weiß Niederwiesa turnte auf Platz 8.
Frauen:
Auch die neun Turnerinnen der sächsischen Delegation kämpften mit Erfolg um Podiumsplätze. Ebenso wie bei den Männern zierten am Ende eine Silbermedaille und zwei Bronzemedaillen die STV-Wettkampfbilanz.
In dem mit 27 Turnerinnen zahlenmäßig am stärksten besetzten Starterfeld der AK 30-34 bei den Damen belegten Yvonne Clausnitzer vom TSV Flöha 1848 und Adriana Knaak vom SV Wesenitztal die Plätze 11 und 12.
Christin Silze vom TSV Meißen erturnte sich in der AK 35-39 den 5. Platz. Aniko Gerschau erkämpfte in dieser AK zwar die Bronzemedaille, startete aber leider nicht für den STV, sondern für den Landesturnverband Sachsen-Anhalt.
In der AK 50-54 kam Katja Weigel von der SG Friedrichsgrün auf Platz 15. In den vergangenen Jahren fast immer auf dem Podest, verpasste Cornelia Erbe von Turbine Leipzig in diesem Jahr den Sprung auf das „Treppchen“ knapp und wurde bei leistungsstarker Konkurrenz in dieser Altersklasse Vierte. Annett Höhn vom ATV 1848 Hainichen freute sich über Platz 7.
Was lange währt, wird endlich gut: mit der Bronzemedaille in der AK 60-64 ging für Sabine Branser vom TV Markkleeberg von 1871 endlich der Traum von einem Podestplatz in Erfüllung. Nach 24 Jahren (!) „Anlauf“ fühlte sich Bronze in dem Fall wie Gold an und es flossen reichlich Freudentränen. Seit ihrem Vizemeistertitel 2002 war sie unzählige Male Vierte und rangierte insgesamt 15 Mal zwischen Platz 4 und 10 bei Deutschen Seniorenmeisterschaften.
Marion Hoch, MSV Bautzen 04, im vergangenen Jahr noch Siebente in der AK 65-69, ergatterte in diesem Jahr die Bronzemedaille. Sie teilte sich Platz 3 mit Ute Meikowski von der SG 67 Halle-Neustadt.
Für die beste Platzierung der sächsischen Frauen sorgte mit der Silbermedaille in der AK 70-74 Tatjana Castro-Rodriguez, ebenfalls MSV Bautzen 04. Für sie war es die erste Einzelmedaille bei Deutschen Seniorenmeisterschaften.
In den Altersklassen 40-44, 45-49 sowie in der AK 75-79 waren keine sächsischen Turnerinnen vertreten.
Die älteste Turnerin und der älteste Turner dieser Deutschen Seniorenmeisterschaften, Ingrid Deimel (87 Jahre) vom TV Geseke 1862 (Nordrhein-Westfalen) und Erich Kalhöfer (84 Jahre) vom TV Weißkirchen/Ts. (Hessen), wurden gebührend geehrt.
Die Kampfrichter absolvierten bei hochsommerlichen Temperaturen ein Mammut-Programm an beiden Wettkampftagen. Ihnen gelten eine besondere Anerkennung und ein großes Dankeschön für ihren Einsatz.
Der Abend des ersten Wettkampftages klang traditionell mit einer Abendveranstaltung, kulinarischen Köstlichkeiten sowie stimmungsvoll ausgelassenen Tanzrunden aus.
Sabine Branser / Red. STV
Bilder: Sabine Branser
Datum 16.06.2026