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Erfolg in Zagreb: EM-Silber am Sprung für Karina Schönmaier

Mit Karina Schönmaier, Lea Quaas (beide TuS 1861 Chemnitz-Altendorf) und Pauline Schäfer-Betz (KTV Chemnitz) starteten drei Chemnitzer Turnerinnen im deutschen Nationalteam bei den Turn-Europameisterschaften der Frauen, die vom 13. bis 16. August 2026 in der kroatischen Hauptstadt Zagreb ausgetragen wurden. Komplettiert wurde die DTB-Riege durch Helen Kevric (MTV Stuttgart) und Silja Stöhr (SG Heddesheim).

Erfolgreichste deutsche Turnerin war die Stuttgarterin Helen Kevric mit ihrem Europameistertitel am Stufenbarren, dicht gefolgt von Karina Schönmaier mit EM-Silber am Sprung und Pauline Schäfer-Betz, die EM-Bronze am Schwebebalken hauchdünn verpasste. Die beste deutsche Mehrkämpferin war Lea Quaas, die Platz 16 erreichte.

Im abschließenden Teamfinale am Sonntag erturnten die deutschen Frauen einen guten 5. Platz.

Auftakt: Mehrkampf und Qualifikationen Team- und Gerätfinale
Bei den Qualifikationswettkämpfen am Donnerstag, 13. August 2026, gelang dem deutschen Turn-Team ein vielversprechender Einstieg in die EM: Platz 4 in der Gesamtwertung garantierte den Einzug ins Teamfinale. Außerdem lösten die deutschen Turnerinnen drei Tickets für die Einzel-Entscheidungen an den Geräten am Samstag: Titelverteidigerin Karina Schönmaier qualifizierte sich für das Sprungfinale, Pauline Schäfer-Betz für die Endrunde an ihrem Paradegerät Schwebebalken, Helen Kevric für das Finale am Stufenbarren.

Sowohl für Schäfer-Betz als auch für Kevric markierte die EM ein erfolgreiches Comeback auf internationaler Bühne nach längeren verletzungsbedingten Ausfällen: für Schäfer-Betz wegen einer Hüft-OP im vergangenen Jahr und für Kevric nach ihrer schweren Knie-Verletzung bei der Heim-EM in Leipzig 2025.

Nur Lea Quaas und Silja Stöhr turnten für das deutsche Team alle Geräte und erreichten Platz 16 bzw. 19 im Einzel-Mehrkampf. Die Entscheidung wurde dominiert durch die russischen Turnerinnen (EM-Gold, -Silber und Platz 4), die nach dem Votum von FIG und EG wieder an internationalen Turnieren teilnehmen dürfen – wenn auch vorerst unter neutralem Status (WG2 = World Gymnastics 2) ohne Flagge oder Hymne. Mehrkampf-Bronze ging an Frankreich.

Gold und Silber im Gerätfinale
In den Gerätefinals am dritten EM-Tag (der 14. August war dem Wettkampf-Auftakt im Junioren-Bereich vorbehalten) gelang sowohl Karina Schönmaier als auch Helen Kevric der Sprung auf das Podium. Karina Schönmaier zeigte am Sprung ihre bis dahin beste EM-Leistung, musste den Titel nur knapp an die Russin Angelina Melnikova abtreten und gewann Silber vor Belgien. Helen Kevric zeigte am Stufenbarren eine perfekte Übung und verwies die Konkurrenz aus Italien auf die Plätze 2 und 3.

Beinahe hätte auch Pauline Schäfer-Betz ihr EM-Comeback mit einer Medaille geadelt. Bronze war in Reichweite als die erfahrene Chemnitzerin ihren Auftritt am Schwebebalken um zwei Sekunden überzog. Der entsprechende Punkte-Abzug verbaute ganz knapp den Weg auf das Podest. Die Medaillen gingen an die Athletinnen aus Frankreich, Italien und der Russischen Föderation (WG2).

Im Finale am Boden gewann Italien vor Frankreich und der Russischen Föderation (WG2).

Platz 5 im Teamfinale
Im EM-Mannschaftsfinale lieferte sich das deutsche Frauen-Team im Kampf um die Bronzemedaille bis zur Halbzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den französischen und britischen Turnerinnen. Trotz einer starken Mannschaftsleistung, vor allem am Stufenbarren, konnte diese Position nicht bis zum Wettkampfende verteidigt werden. Frankreich und schließlich auch Großbritannien zogen noch an den Deutschen vorbei, die damit Platz 5 erreichten. Den Titel gewannen die Turnerinnen der Russischen Föderation (WG2), gefolgt von den Italienerinnen.

Link:
» Website „European Championships Artistic Gymnastics Zagreb 2026“

Bilder: Niklas Härtig/24 Passion

Datum 17.08.2026


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