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FAUSTBALL: Männer 35+ des Heidenauer SV verspielen Deutsche Meisterschaft12.02.2010

FAUSTBALL: Männer 35+ des Heidenauer SV verspielen Deutsche MeisterschaftFAUSTBALL: Männer 35+ des Heidenauer SV verspielen Deutsche Meisterschaft
dramatische 1:2 Satzniederlage im Halbfinale gegen TV Ochsenbach


Am ersten Wochenende im Februar fand die Süddeutsche Meisterschaft im Hallenfaustball der Männer 35+ im bayerischen Rosenheim statt. Der amtierende Sachsenmeister traf dabei in der Vorrunde auf den bayerischen Meister TV Eibach, den TV Elsenfeld und den württembergischen Vizemeister TV Ochsenbach.

Brisanz lag gleich im ersten Spiel des HSV. Gegen den TV Ochsenbach musste unbedingt ein Sieg her, um das gesetzte Mindestziel, als Zweiter die Vorrunde zu beenden, zu erreichen. Die neu formierte Heidenauer Mannschaft setzte von Beginn an den Gegner permanent unter Druck und gewann souverän das Spiel 2:0. Im zweiten Spiel des Tages war der Neuling TV Elsenfeld der Gegner. Der Dritte der bayerischen Meisterschaft wurde mit 11:6 und 11:4 von den Männern des HSV förmlich überrollt. Mit diesem Sieg war zumindest das Mannschaftsziel bereits erreicht. Im alles entscheidenden Vorrundenspiel um den Gruppensieg und damit um den Direkteinzug ins Halbfinale kam es zur Wiederauflage des Endspiels um die Deutsche Meisterschaft von 2008 zwischen dem TV Eibach und dem HSV. Die bis dahin ebenfalls ungeschlagenen Bayern um die Weltmeister von 1990, Martin Becker und Werner Weghorn, zeigten von Anfang an, dass sie den Gruppensieg wollten. Doch aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung übernahm der HSV beim Stand von 5:5 das erste Mal die Führung des bis dahin ausgeglichen ersten Satzes und gab diese bis zum 11:6 nicht mehr ab.
Der zweite Satz war von Spannung geprägt. Nach ständig wechselnder Führung hatte Schlagmann Marcel Bock beim 9:8 die Vorentscheidung für den HSV auf der Faust. Doch eine starke Abwehrleistung der Randnürnberger verhalf diesen in die Satzverlängerung und letztendlich zum 15:13 Satzgewinn. Trotz dieses Satzverlustes setzte sich der HSV aufgrund des Spielmodus von 2 gespielten Sätzen in der Vorrunde dank eines einzigen Balles mit 5:1 Punkten gegenüber den punktgleichen Eibachern durch. Dritter wurde der TV Ochsenbach, welcher erwartungsgemäß dem TV Elsenfeld überlegen war.

In der zweiten Vorrundengruppe ging es noch spannender zu. Im Ergebnis setzten sich die favorisierten Gastgeber des MTV Rosenheim dank eines besseren Ballverhältnisses gegen die punktgleichen Teams vom TSV Schwieberdingen und TV Vaihingen/Enz durch. Der Thüringer Meister vom TSV Bachfeld blieb in dieser Gruppe chancenlos und schied bereits in der Vorrunde aus.

Als direkter Qualifikant für das Halbfinale schauten sich die Männer um Routinier Uwe Jänichen die Überkreuzvergleiche der Gruppenzweiten gegen die Gruppendritten an. Im ersten Entscheid gewann der TV Ochsenbach sicher mit 2:0 gegen den TSV Schwieberdingen. Etwas mehr Mühe hatte dagegen der haushohe Favorit TV Eibach mit dem TV Vaihingen im zweiten Austragungsspiel. Die Eibacher siegten am Ende mit 11:7 und 12:10 Punkten.

Somit standen die beiden Halbfinalspiele Heidenauer SV gegen den TV Ochsenbach und der TV Eibach gegen den MTV Rosenheim fest. Nur die Sieger jedes Halbfinals qualifizierten sich für die Deutsche Meisterschaft in Ochsenbach.

Aufgrund des Vorrundenergebnisses und der gezeigten souveränen Spielweise ging der Heidenauer SV als Favorit gegen den TV Ochsenbach ins Spiel. Mit dieser Bürde kippte der Spielfluss des HSV. Im ersten Satz lief man ständig einem Rückstand von 2 Bällen hinterher. Gegen die wuchtigen Angriffsschläge fand man einfach kein Gegenmittel. Verdient setzte sich der TV mit 11:8 durch. Auch bis zur Mitte des zweiten Satzes fand der HSV nicht zu seiner Spielstärke zurück. Sowohl die Angabe als auch die Abwehr machten ungewohnte Fehler. Über die Stationen 3:8 und 5:9 schien die Finalteilnahme abgeschrieben. Aber es kam anders. Auf einmal spielte der HSV aus einer starken Abwehr heraus und erzielte mit präzisen Schlägen Punkt für Punkt. Beim 9:9 kippte das Spiel für den HSV und der Satz wurde mit 12:10 gewonnen. Beflügelt vom Satzausgleich erspielte sich das Team um Kapitän Dirk Hocher eine schnelle 9:5 Führung im entscheidenden dritten Satz. Der Sieg war zum greifen nahe und beim 10:7 hatte man den ersten Matchball. Im Angriff liegend ging der Ball um Millimeter ins Seitenaus. Die Württemberger gaben sich nicht geschlagen und holten ihrerseits Punkt für Punkt auf. So ging es beim Stand von 11:11 in die Verlängerung. Den sicheren Sieg vor Augen spielten die Nerven der Heidenauer nicht mit und durch individuelle Fehler ging der Satz mit 13:15 und damit das Spiel mit 2:1 Sätzen verloren.

Im zweiten Halbfinale wehrte der TV Eibach einen Matchball ab und besiegte den MTV Rosenheim mit 2:1 Sätzen.

Im Spiel um den 3. Platz wollten die Heidenauer noch einmal alles geben. Verletzungsbedingt fiel Angreifer Uwe Jänichen aus. Die umgestellte Formation fand im ersten Satz kein Mittel gegen die hochmotivierten Rosenheimer, so dass dieser mit 6:11 verloren ging. Im zweiten Satz lief alles besser. Aus einer guten Abwehr heraus wurden präzise Angriffsschläge von Marcel Bock in Punkte umgesetzt. Bis zum 10:7 sah es nach einem Entscheidungssatz aus. Unerklärlich stockte der Spielfluss erneut und Rosenheim holte nach und nach auf. Hatte man noch beim 11:10 einen Satzball, ging ab dann nichts mehr. Rosenheim gewann den Satz mit 13:11 und somit den 3. Platz.

Im Endspiel kam es zum Aufeinandertreffen der Heidenauer Vorrundengegner vom TV Eibach und TV Ochsenbach. Der TV Ochsenbach setzte sich etwas überraschend aber nicht unverdient mit 2:0 Sätzen gegen den TV Eibach durch. Beide Mannschaften qualifizierten sich damit für die Deutsche Meisterschaft in Offenburg.

Stellvertretend für das gesamte Team bedanke ich mich bei allen Sponsoren unserer Mannschaft, ohne die eine Teilnahme an der Süddeutschen Meisterschaft gar nicht möglich gewesen wäre.


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