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Jetzt geht's looos! Alte Sportart erlebt eine Renaissance /besonders beliebt bei Jugendlichen08.11.2006

Jetzt geht's looos! Alte Sportart erlebt eine Renaissance /besonders beliebt bei JugendlichenSeilspringen heißt nun Rope Skipping

Früher sprangen unsere Eltern und Großeltern schon Seil, damals noch meist auf der Straße. Damals hieß es auch noch Seilspringen. Eigentlich ist es das auch noch heute. Nur eben schneller, mit anderen Seilen, anderen Sprüngen, anderen Sprungvarianten und mit fetziger Musik. Also ist es irgendwo doch etwas anderes? Zumindest einmal für uns eingefleischte Springer! Denn dieser Sport hat uns geprägt, und das nicht nur in körperlicher Hinsicht...;-)

Aber woher kommt dieser Sport nun eigentlich?

Entstanden ist Rope Skipping bereits vor mehr als 30 Jahren in den USA, damals noch als Kampagne der American Heart Association. Diese Herzstiftung wollte Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Alter dadurch vorbeugen, dass sie im Jugendalter Herz-Kreislauf orientiertes Training gezielt förderte, wozu natürlich Rope Skipping ideal geeignet war. Später wurde es dann aufgegriffen im Rahmen einer Anti-Drogen-Kampagne, die mit Hilfe von Rope Skipping Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle und freudvolle Freizeitbeschäftigung geben wollte, um sie somit von den Straßen zu holen.

So hielt die Rope Skipping Bewegung im Laufe der Jahre auch vermehrt Einzug in die amerikanischen Schulen, in denen die Kinder schnelle Erfolgserlebnisse hatten und immer mehr Sprünge erfanden. Mit den neuentwickelten Sprungseilen standen ganz neue Möglichkeiten zur Entwicklung von Sprungformen zur Verfügung.

1983 kam im Rahmen eines Schüleraustausches unter Initiative von Wolfgang Westrich diese Sportart nach Deutschland und verbreitete sich unter Mithilfe vor allem der Rusty Jumpers® und später auch der Springmäuse® immer mehr über die ganze Bundesrepublik. Aus den Schulen wurde Rope Skipping in die Sportvereine gebracht. Und schließlich ebnete der Sportartikelhersteller PUMA im Jahre 2000 Rope Skipping den Weg in die Fitness-Studios, die nun auch den Trend erkannt haben und eine neue Form des Konditionstrainings gerne in ihr Programm aufnehmen.

Bei Kindern und Jugendlichen kommt das Seilspringen jedoch nach wie vor besser an als bei Erwachsenen. "Vielen Erwachsenen ist Rope Skipping konditionell einfach zu anstrengend"
Es langsam anzugehen und sich allmählich zu steigern, lohnt aber. Denn die Sportart ist nicht nur leicht zu erlernen, sondern wirkt in vielfältiger Weise positiv auf den Körper: "Rope Skipping fördert Kondition, Rhythmusgefühl, Gleichgewichtssinn, Sprungkraft und Koordination", zählt Martin Gierz, der Jugendreferent des Verbandes, die positiven Nebeneffekte des Seilspringens auf. Zudem läßt sich das Tempo individuell bestimmen.

Anders als so manche Sportart kommt Rope Skipping ohne eine aufwendige und teure Ausrüstung aus. Alles was man braucht, sind gute Turnschuhe und ein Sprungseil. Wer dabei an die Kordeln mit Holzgriffen aus Kindertagen denkt, wird schnell eines Besseren belehrt. Moderne Seile sind aus Kunststoff mit rotierend gelagerten Griffen, was das lästige Verheddern verhindert.

news_1162975506.pdf (102.2 kbyte) Website des DTB

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